Licht an für Loxstedt: Bürger schmieden Kulturpläne im Rohbau
Es riecht nach frischem Putz, Estrich und Aufbruch: Wo sonst ehrfürchtiges Schweigen herrscht, schwirrten am Freitagnachmittag kreative Ideen durch den Raum. Die Kirchengemeinde St. Marien Loxstedt hatte zum ersten Baustellengespräch in die Friedhofskapelle geladen. Rund um das Backsteingebäude in der Bahnhofstraße, das gerade saniert wird, entsteht ein in der Region einzigartiges Projekt: Ein „Dritter Ort“, der sich von April bis Oktober weit über den Friedhof hinaus als lebendige Kultur- und Begegnungsstätte für das gesamte Dorf öffnen wird.
„Wir übergeben hier im Spätsommer keinen fertigen, starren Raum, sondern ein Fundament, das von den Menschen im Dorf gestaltet werden will“, betonte Torsten Nolting-Bösemann von der Kirchengemeinde bei der Begrüßung. Dass dieses Konzept in Loxstedt auf offenen Ohren stößt, zeigte die Resonanz: Multiplikatoren aus den Bereichen Kultur, Soziales und Umwelt waren der Einladung gefolgt, um noch vor der offiziellen Eröffnung im August einen Blick in den sanierten, 120 Quadratmeter großen Raum zu werfen.