Kirchenchor

Jeden Donnerstag um 20:00 h trifft sich unser Kirchenchor im Gemeindehaus zum Üben. Interessierte sind herzlich eingeladen. Vor allem singbegeisterte Männer werden gerne begrüßt!

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SIGE by Kubik-Rubik.de

Man hört munteres Geplauder und denkt an ein Kaffeekränzchen. Geht man die Treppe hoch, wird´s plötzlich still und dann denkt man an eine Gymnastikgruppe, als es heißt, Arme hoch, noch mehr strecken, ausatmen, Arme locker, Beine ausschütteln und das Ganze noch einmal von vorne, ein paar Klaviertöne und man weiß wo man ist. Es ist Chorprobe vom Kirchenchor.

Musik erfreut des Menschen Herz
das ist fürwahr von mir kein Scherz.
Schon vor als 2000 Jahren haben Menschen das erfahren.
In der Bibel ist zu lesen, wie´s bei König Saul gewesen.
Auch Könige haben ihre Krisen,
bis auf den heut´gen Tag ist das bewiesen.
Wenn´s nicht nach seinem Willen lief,
der König Saul ward depressiv.
Was ihm alleine dann gefiel,
waren David und sein Harfenspiel.
David und sein Harfenspiel alleine,
halfen dem König auf die Beine.
Ihr lieben Leute hört mal hin,
welch billig heilsam Medizin.
Ja immer waren Leute da,
die liebten die Frau Musica.
Viel Liederbücher sind entstanden
von Menschen, die die Texte fanden.
Und Komponisten ohne Ruh´ fanden Melodien dazu.
In Kirche, Schule und Familien lernte man die Melodien.
Und ein Mensch mit Horizont,
der die Noten gut gekonnt,
sammelte sich Interessierte für Stimmen 1 2 3 und vierte.
So entstanden einst die Chöre
mit wenig Leuten oder mehrere.
Die wie König Saul empfunden
sich an der Musik gesunden.
Solche Leute hat es eben auch in Loxstedt früh gegeben.
Es sind noch ein paar Zeugen da,
die sich erinnern an das erste Jahr.
Es war 1938 da übte Pastor Albers fleißig,
auf dem Orgelboden schlicht; denn Gemeindehäuser gab es noch nicht.
Als dann der Krieg ins Land ´nein kam,
der legte viele Chöre lahm und man ließ sich dorten nieder,
wo man sang die Kampfeslieder.
Nach dem Krieg dem Folgeschweren
kam altes Liedgut neu zu Ehren.
Ohne Scheu wird sich besonnen
und Chorarbeit wurd´ neu begonnen.
Frau Rülicke, Frau Wendeburg seien hier genannt
die noch den wenigsten bekannt.
Herr Lehnhardt der aus Bremerhaven kam,
1950 den Chor übernahm.
Doch kam er erst in die Pantoffeln
nach einem Teller Bratkartoffeln.
Nach 10 Jahren ging er uns verloren,
weil eine Frau er auserkoren.
Chorarbeit und Orgelspiel ihn in Speckenbüttel auch gefiel.
Wir waren im Chor wieder ohne Leiter,
doch mit Pastor Jähning ging es weiter.
Locker, leicht und ungezwungen
haben wir gern mit ihm gesungen.
Nicht mit so groß Genauigkeit,
nur gesungen und mit Freud.
Wie so recht geatmet wird,
das haben wir später erst gehört.
Als er nach Berlin hinzog,
hatten wir Frau Arnold noch.
Die mit ihren Sammetpfoten
uns vermittelte die Noten.
Doch am Arm ´nen Missionars so reiste sie nach Afrika.
Dann, am Horizont man sah da kommt einer aus Amerika.
Frisch und fröhlich übern Teich und auch an Ideen reich.
Pastor Heinemann trat hervor
und übernahm auch unseren Chor.
Jedoch waren alle ungebeten
die 50 Jahre übertreten.
Also nicht die Frauen und Gatten, die schon dritte Zähne hatten.
Doch wie es bei Pastoren ist,
sie gehen nach gewisser Frist.
Zu uns kam ein Superintendent
mit Frau die musikalisches Talent.
Man merkte gleich, sie war vom Fach,
Einsingeübungen wurden gemacht.
Das rechte Atmen und gelehrt,
meistens machten wir´s verkehrt.
Als Baden ging in Ruhestand
schon Burghardt Engelke auf der Matte stand.
Baden´s waren noch am packen,
Burghardt kam mit neuen Macken.
Pausenlos ging es also weiter mit Chorälen immer heiter.
Als Dirigent ein junger Mann,
das sprach auch junge Mädchen an.
Doch wer hatte schon geahnt, dass Misty sich hat´ angebahnt.
Die beiden dachten an Kariere
und wir hatte die Misere.
Sie fuhren nach Amerika
und kamen zurück als Ehepaar.
Darmstadt gab ihnen grünes Licht.
Sie fuhren fort, sie blieben nicht.
Herr Seivert sagte, so ihr Lieben,
wir werden trotzdem weiter üben.
Mal mit, mal ohne den Talar
stand er vorm Chor und vorm Altar.
Ich glaub´ er hat´s selbst nicht gewusst,
was alle steckt in seiner Brust.
Montags nahmen wir uns nichts vor,
montags gingen wir zum Chor.
Schüttelten Arm´und Füße aus,
atmen taten wir zu Haus´.
Doch bald am Horizont erschien
die Simone aus Eutin.
Fuhr nach Bremen als Studentin
und ward´ unsere Dirigentin.
Als jüngste Frau mit 32 war fröhlich sie genau und fleißig.
Ernsthaft wurde da geprobt,
viel kritisiert und auch gelobt.
Es wurd´ geplaudert und gelacht,
was ihr nicht viel Freud´ gemacht.
Dazu sind die Pausen da,
für schwatzen und für tralala.
Den letzten Löffel Eis im Mund,
dann ging es auch schon wieder rund.
Und wieder ging´s im Sauseschritt
am Samstag haben wir Auftritt.
Simone war mit Ernst dabei,
macht B-Examen nebenbei.
In Steinfurt wollte man sie haben
mit ihren B-Examensgaben.
Doch bald darauf stellt sich im Chor
Herr Hoffmann als Chorleiter vor.
Wie´s zugeht jetzt bei unseren Proben,
dem kann ich raten siehe oben.
(Gedicht von Lotte Blanken)